Oberflächenbeschichter/-in

VEREDELN – SCHÜTZEN – HALTBAR MACHEN

Alles andere als oberflächlich – Widerstandskraft verbessern


Metallteile lassen Rostteufel kaum eine Chance, wenn sie veredelt sind. Auch die Widerstandsfähigkeit bei harter Beanspruchung wächst. Das ist zum Beispiel vorteilhaft bei Karosserieteilen oder anderen metallischen Gegenständen, die für lange Zeit funktionstüchtig bleiben müssen. Wenn‘s um Oberflächen geht, wird von dir Gründlichkeit und handwerkliches Geschick erwartet, wie z. B. Schleifen, Polieren, Bürsten bei der Vor- und Nachbehandlung. Ebenso physikalische, chemische und mathematische Grundkenntnisse. Nicht zu vergessen: Um die Umwelt nicht zu belasten, musst du auch spezielle Abwasseranlagen überwachen.

Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur.
Gute Auffassungsgabe für chemische, physikalische, elektrotechnische und elektromechanische Vorgänge.

Ausbildungszeit:
3 1/2 Jahre (42 Monate)

Ausbildungsinhalte:

  • Messen und Anreißen
  • Skizzieren und Fertigen von Aufhängevorrichtungen
  • Skizzieren von Badschaltungen
  • Zurichten von Schleif- und Polierscheiben
  • Abgestuftes Schleifen und Polieren aller gebräuchlichen Metalle und Überzüge auf Steinen, Scheiben und Bändern
  • Beizen, Brennen, Dekapieren, Spülen, Trocknen
  • Kratzen, Bürsten
  • Ansetzen von galvanischen und chemische Bädern
  • Aktivieren, Passivieren
  • Metallfärben, farbloses Lackieren
  • Berechnen von Überzugsdicken, Stromdichten und Galvanisierungszeiten
  • Werkstattmäßiges Prüfen von Bädern
  • Prüfen von galvanischen und chemischen Überzügen
  • Polieren und Glänzen auf Schwabbelscheiben
  • Elektrolytisches Polieren
  • Mechanisches, chemisches und elektrolytisches Entfernen von galvanischen Überzügen
  • Mechanisches und chemisches Entfernen von nichtmetallischen Überzügen
  • Physikalisches, chemisches und elektrolytisches Entfetten
  • Neutralisieren und Entgiften galvanischer Abwässer
  • Pflegen und Instandhalten der Maschinen, Werkzeuge und Einrichtungen
  • Verwendung der Werk- und Hilfsstoffe, insbesondere der Chemikalien
  • Kenntnisse auf den Gebieten der Chemie, Elektrochemie und Elektrotechnik
  • Kenntnisse auf dem Gebiet der Korrosionsprüfung galvanischer Niederschläge
  • Kenntnisse der einschlägigen Normen und RAL-Vorschriften
  • Kenntnisse der gesetzlichen Vorschriften für die Aufbewahrung und Behandlung von Chemikalien
  • Kenntnis der Unfallverhütungsvorschriften, Arbeitsschutzbestimmungen sowie über Erste Hilfe bei Vergiftung und Unfällen.

Zwischenprüfung:
Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

Gesellenprüfung:
Die Gesellenprüfung erfolgt am Ende des 4. Ausbildungsjahres.
 

Ofen- und Luftheizungsbauer/-in

ATMOSPHÄRE SCHAFFEN – WOHNKOMFORT ERHÖHEN – HEISSE AUFGABEN LÖSEN

Brennend interessante Perspektiven – Zeitgemäß


Überall, wo erhöhte Wohnqualität einziehen soll, ist Rat und Tat der Kachelofen- und Luftheizungs-Fachleute gefragt. Denn brandaktuell ist die heimelige Atmosphäre, die der Kachelofen durch sein dekoratives Aussehen und seine technischen Qualitäten schafft. Oder das zauberhafte Flair, das ein offener Kamin durch Glut und beruhigendes Knistern ausstrahlt. Diese Wärmespender machen äußerlich was her und bieten zeitgemäße, energiesparende Technik. Dir steht ein weites Betätigungsfeld offen, das Kenntnisse der Wärmelehre ebenso verlangt wie gestalterisches Geschick im Umgang mit keramischen und metallischen Werkstoffen.

Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur.
Mathematisches und technisches Verständnis, Handgeschicklichkeit.

Ausbildungszeit:
3 Jahre (36 Monate)

Ausbildungsinhalte:

  • Arbeitsschutz und Unfallverhütung, Brandschutz
  • Pflegen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten und Maschinen
  • Lesen von Zeichnungen und Schemata, Anfertigen von Skizzen
  • Grundfertigen der Metallbearbeitung
  • Grundfertigkeiten im Stein- und Betonbau
  • Bearbeiten und Versetzen von keramischen Werkstoffen, Natur- und Kunststeinen
  • Herstellen von Lötverbindungen
  • Gas- und Lichtbogenschweißen
  • Be- und Verarbeiten von Rohren, Profilen und Blechen
  • Herstellen von offenen Kaminen, Kachelöfen und Elektrospeicherheizungen
  • Einbauen und Warten von Warmluftzentralheizungen
  • Einbauen und Warten von Feuerungen, Brennstofflagern und zentralen Heizölversorgungsanlagen

Zwischenprüfung:
Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

Gesellenprüfung:
Die Gesellenprüfung erfolgt am Ende des 3. Ausbildungsjahres.
 

Orgel und Harmoniumbauer/-in

IN KÖNNEN UND MUSIKALITÄT ALLE REGISTER ZIEHEN

Viel Harmonie – Ein Platz muss der Orgel sicher sein


In diesem Beruf siehst du viel von der Welt. Weil du neben der Werkstattarbeit oft dorthin fahren musst, wo eine Orgel restauriert, repariert oder ein neues Instrument montiert werden muss. Die Instrumente – auch Hausorgeln gehören zur Produktpalette – passt du in Abmessungen und Klangcharakteristik den jeweiligen räumlichen Gegebenheiten an. Dabei kommen alle Register der handwerklichen Fertigkeiten zum Einsatz: Neben Holzverarbeitung sind Kenntnisse in Elektrik, Pneumatik, Mechanik gefordert. Und auf dein gutes Gehör musst du dich beim Stimmen der Orgelpfeifen verlassen können.
Wer die vielseitigen Anforderungen mit seinen Vorstellungen und Talenten in Einklang bringen kann, wird sich schnell in diesen Beruf einstimmen.

Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur.
Musikalisches Verständnis und Gehör, handwerkliches Geschick, gute körperliche Konstitution.

Ausbildungszeit:
3 1/2 Jahre (42 Monate)

Ausbildungsinhalte:

  • Berufsbildung
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz
  • Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
  • Lesen und Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen
  • Instandhalten von Werkzeugen, Warten und Bedienen von Maschinen und Einrichtungen
  • Holz und Holwerkstoffe
  • Be- und Verarbeiten von Holz
  • Be- und Verarbeiten von Metallen und Kunststoffen
  • Arbeiten mit Klebstoffen, Behandeln von Oberflächen
  • Kenntnisse des Aufbaus und der Funktionszusammenhänge von Orgeln und Harmonien
  • Herstellen von Windversorgungsanlagen
  • Bau von Windanlagen
  • Anfertigen von Holzpfeifen einfacher Bauart
  • Anfertigen von zylinderischen Pfeifen aus Zinnbleilegierung
  • Aufbauen von Orgeln in der Werkstatt
  • Stimmen von Orgelpfeifen und Harmoniumzungen
  • Intonieren von Pfeifen
  • Pflegen und Reparieren von Orgeln und Harmonien

Fachrichtung Orgelbau:

  • Bau von Windladen
  • Herstellen von Spieltischteilen
  • Bau von Gehäuseteilen
  • Anfertigen und Montieren von Trakturteilen
  • Montieren von Orgeln am Aufstellungsplatz

Fachrichtung Pfeifenbau:

  • Herstellen von Platten für Metallpfeifen
  • Herstellen von labialen Metallpfeifen
  • Herstellen von labialen Holzpfeifen
  • Herstellen von lingualen Pfeifen

Zwischenprüfung:
Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

Gesellenprüfung:
Die Gesellenprüfung erfolgt am Ende des 4. Ausbildungsjahres.
 

Orthopädiemechaniker/-in und Bandagist/-in

HILFREICH – MENSCHLICH – EINFÜHLSAM

Der Mensch ist das Maß der Dinge – Integration statt Isolation


Diese Aussage trifft den Kern des Berufes Orthopädiemechaniker/-in. In diesem Beruf fertigst du künstliche Arme, Beine und Gelenke. Deine Arbeit hilft behinderten Menschen, in der Gesellschaft integriert zu bleiben. Dabei unterstützt dich aktuelle Technik bei der Ausführung der Arbeiten. Durch neue Technologien werden aber auch die Funktionen einiger orthopädischer Hilfsmittel verfeinert. Elektronisch gesteuerte Prothesen erfordern Kenntnisse auf den Gebieten der Elektronik, Pneumatik und Hydraulik. Wer menschlich denkt, wer daran mitarbeiten will, Behinderten das Leben lebenswerter zu gestalten und wer Einfühlungsvermögen für die Wünsche der Patienten besitzt, wird in diesem Beruf Erfüllung finden.

Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur.
Wer anderen Menschen helfen will, steht mit den vielseitigen Aufgaben "auf gutem Fuß".

Ausbildungszeit:
3 1/2 Jahre (42 Monate)

Ausbildungsinhalte:

  • Berufsbildung
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz
  • Arbeitssicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
  • Anfertigen, Lesen und Anwenden von technischen Unterlagen
  • Planen und Steuern von Arbeitsabläufen
  • Kontrollieren und Beurteilen der Ergebnisse
  • Handhaben und Warten von Werkzeugen, Maschinen und technischen Einrichtungen
  • Beurteilen und Einsetzen von Werkstoffen
  • Prüfen, Anreißen und Kennzeichnen
  • Manuelles Spanen, Umformen und Trennen
  • Fügen
  • Maschinelles Spanen
  • Behandeln von Oberflächen
  • Anatomie, Physiologie und Pathologie des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Aufbau, technische Standards, Wirkungsweise und Verwendungszweck orthopädietechnischer Heil- und Hilfsmittel
  • Betreuen und Beraten von Patienten
  • Messen und Abformen
  • Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. Ausbildungsjahr
  • Durchführen von Verwaltungsarbeiten
  • Modellieren und Formen
  • Patentgerechtes Herstellen, Anpassen und Endfertigen rehabilitationstechnischer Geräte
  • Konstruieren, Aufbauen und Anpassen von Prothesen, Orthesen und Epithesen
  • Warten und Instandhalten von Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnischen Geräten

Zwischenprüfung:
Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

Gesellenprüfung:
Die Gesellenprüfung erfolgt in der Mitte des 4. Ausbildungsjahres.
 

Orthopädieschuhmacher/-in

HELFEN – EINFÜHLEN – EINGLIEDERN

Gesundheitlich auf dem Laufenden – Modische Optik


Wenn jetzt manche oder mancher denkt: „Es gibt gar nicht so viele Gehbehinderte“, dann liegt das an der guten Arbeit des Orthopädieschuhmacher-Handwerks. In einiger Zusammenarbeit mit Fachärzten werden die orthopädischen Hilfsmittel gefertigt: z. B. Einlagen, Innenschuhe, Beinverlängerungsprothesen nach Gipsabdruck und exaktem Messen. Weitere Aufgaben sind die Anfertigung von orthopädischen Schuhen, Aufarbeiten von Konfektionsschuhen nach orthopädischen Gesichtspunkten; Laufanalysen. Ein volles Programm, das nur erfüllt werden kann, wenn anatomische Kenntnisse handwerklichen Fertigkeiten auf einen Nenner gebracht werden. Wer anderen Menschen helfen will, steht mit den vielseitigen Aufgaben „auf gutem Fuß“.

Voraussetzungen:
Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abitur.
Wer anderen Menschen helfen will, steht mit den vielseitigen Aufgaben „auf gutem Fuß“.

Ausbildungszeit:
3 1/2 Jahre (42 Monate)

Ausbildungsinhalte:

  • Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung
  • Kenntnisse des Ausbildungsbetriebes
  • Pflegen und Instandhalten der Arbeitsgeräte, Werkzeuge und Maschinen
  • Auswählen von Werk- und Hilfsstoffen
  • Unterscheiden von Fußformen, -fehlstellungen und -erkrankungen
  • Anmessen von orthopädischem Schuhwerk und Maßeinlagen
  • Entwickeln von Formteilen für orthopädisches Schuhwerk
  • Ausführen von Bodenarbeiten
  • Instandsetzen von getragenem orthopädischem und konfektioniertem Schuhwerk
  • Anbringen von orthopädischen Zurichtungen an Konfektionsschuhen
  • Anfertigen von Bettungen und Einbauelementen
  • Anfertigen von Maßeinlagen

Zwischenprüfung:
Während der Berufsausbildung ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden.

Gesellenprüfung:
Die Gesellenprüfung erfolgt am Ende des 4. Ausbildungsjahres.