AUSLAND
Deine Chancen als Handwerker im Ausland

Ein Auslandspraktikum bietet dir die Möglichkeit, neue Menschen und neue Länder kennen zu lernen. Andererseits ist so ein Praktikum aber auch die einmalige Chance, beruflich neue Erfahrungen zu sammeln und sich weiter zu qualifizieren.
Bevor du jetzt die Koffer packst... sprich lieber noch mal mit den Ausbildungsberatern deiner Kammer. Die helfen dir den für dich besten Auslandstrip zu finden.
Fernweh mit Ebbe in der Kasse? Das ist eine fatale Situation, aus der sich junge Handwerker aber ratz, fatz selbst befreien können: Das Baden-Württemberg-Stipendium ist der schnellste Weg aus Baden-Württemberg in die große, weite Welt. Denn mit ihrem Stipendium fördert die LANDESSTIFTUNG Baden-Württemberg den internationalen Austausch von jungen Menschen. Das kann im Rahmen eines Praktikums passieren, oder eben auch im Rahmen einer Weiterbildung.
Wer kann sich bewerben?
- Gesellen/-innen und Facharbeiter/-innen, die ihre Berufsausbildung mit überdurchschnittlichen Leistungen absolviert haben und sonstige Referenzen vorweisen können wie z.B. die erfolgreiche Teilnahme an einem Berufswettbewerb
- Absolventen/-innen von Meister- und Technikerschulen mit gutem Abschluss
Der Auslandsaufenthalt soll der beruflichen Weiterentwicklung dienen und muss daher in unmittelbarer Verbindungmit dem erlernten Beruf stehen.
Was die Organisation angeht, so gibt es zwei Möglichkeiten:
- Vermittlung mit Unterstützung des Projektträgers (Baden-Württembergischer Handwerkstag, BWHT) oder
- in Eigenregie durch den Bewerber
Zur Beantragung des Stipendiums ist ein Nachweis des Praktikumsbetriebes oder der Weiterbildungseinrichtung im Ausland nötig.
Der BWHT verfügt über Kontakte zu Partnerorganisationen und Betrieben im Ausland, z. B. in England, Österreich, Kanada und Italien.
Der Förderzeitraum beträgt bei Praktika zwei bis sechs Monate und bei Weiterbildungen zwei bis elf Monate.
Die Stipendiaten erhalten je nach Qualifikationen 800 bis 900 Euro monatlich zur Deckung ihrer Reise- und Unterhaltskosten. Zusätzlich kann bei Bedarf ein Sprachkurszuschuss über max. 500 Euro ausbezahlt werden.
Weitere Infos sowie Hinweise zu Bewerbungsverfahren und Ansprechpartner unter www.bw-stipendium.de
Lust bekommen? Dann nix wie weg! Mit Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg!
Go.for.europe
Während der Ausbildung ins Ausland? Kein Problem, denn die Servicestelle Go.for.europe vermittelt Auszubildenden Praktikumsplätze im europäischen Ausland. Durch finanzielle Unterstützung möchte das Gemeinschaftsprojekt von BWHT, des Industrie- und Handelskammertages und der Südwestmetall vor allem Lehrlingen in kleinen und mittelständischen Unternehmen einen befristeten Auslandsaufenthalt ermöglichen. Go.for.europe ist sowohl Servicestelle für Auszubildende als auch für Unternehmen, die ihre Lehrlinge ins Ausland schicken möchten.
Weitere Informationen rund um Auslandspraktika und Kontakdaten der Zuständigen gibt's unter www.goforeurope.de
Wenn Du Abwechslung in Deinen Berufsalltag bringen möchtest, offen für neue Erfahrungen bist und Dich beruflich weiter entwickeln willst, dann ist "xchange" genau das Richtige für Dich!
Die 4 Wochen betriebliche Ausbildung kannst du in einem der folgenden Länder und Kantone absolvieren:
- Deutschland (Baden-Württemberg, Bayern)
- Italien (Lombardei, Südtirol)
- Liechtenstein (Liechtenstein)
- Schweiz (Appenzell-Außerrhoden, Appenzell-Innerrhoden, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Tessin, Thurgau, Zürich)
- Österreich (Salzburg, Tirol, Vorarlberg)
Weitere Infos:
www.xchange-info.net
Ausbildung für Deutsche in Frankreich
Mit den Compagnons du Devoir können deutsche Berufseinsteiger (16 bis 19 Jahre) eine Handwerksausbildung absolvieren, die auch in Deutschland anerkannt ist.
Auch hierzu findet vor Beginn ein Sprachkurs statt.
Während der zwei- bis dreijährigen Lehre (je nach Beruf) besteht ein Ausbildungsverhältnis zwischen Lehrling, Handwerksbetrieb und einem Ausbildungszentrum der AOCD (Association ouvriere des Compagnons du Devoir). Letzteres übernimmt die überbetriebliche Ausbildung (bzw. Berufsschule), welche der Lehrling für etwa elf Wochen pro Jahr besucht.
Die berufsspezifischen Lehrinhalte werden hier von einem erfahrenen Compagnon vermittelt. Dieser besucht auch regelmäßig die Unternehmen, um sich von der dortigen Qualität der Ausbildung zu überzeugen und bei eventuellen Problemen zu helfen.
Zwischen den Lehrgängen werden die Azubis bei ihrer beruflichen Entwicklung von erfahrenen Gesellen in den jeweiligen Herbergen der Compagnons unterstützt.
Die Partnerschaft zwischen Compagnons und Unternehmen entspricht weitgehend der dualen Ausbildung in Deutschland und weist überdurchschnittliche Erfolge auf
Die Kriterien für die Auswahl der Lehrbetriebe sind anspruchsvoll, denn sie sind wichtige Partner für einen erfolgreichen Berufsstart. In den Lehrbetrieben findet nämlich nicht nur die praxisbezogene Unterweisung statt, sondern sie sollen alle anderen Bereiche wie z. B. die theoriebezogene Ausbildung, aktiv mitgestalten.
Und nach der Ausbildung? Geht´s auf Wanderschaft! Denn die französiche Gesellenvereinigung Compagnons du Devoir unterstützt junge Handwerker auf ihrer Wanderschaft, der "Tour de France". Seit über zwanzig Jahren befassen sich die Compagnons auch mit der Ausbildung von Lehrlingen in traditionellen Handwerksberufen, um Berufseinsteigern wie dir einen möglichst guten Start ins Erwerbsleben zu ermöglichen.
Weitere Infos:
www.lignashop.de/compagnons/ausbildung01.html
Gute Bescheinigung für Auslandsaufenthalte
Der Europass öffnet Türen zum Lernen und Arbeiten in Europa.
Mit seinen unterschiedlichen Bausteinen bietet er ein geeignetes Instrumentarium, um im In- und Ausland gemachte Erfahrungen zu dokumentieren und darzustellen. Dabei vermittelt er ein umfassendes Gesamtbild der Qualifikationen und Kompetenzen einzelner Personen und erleichtert die Vergleichbarkeit im europäischen Kontext.
Auch im Handwerk findet das Dokument mittlerweile gute Resonanz: Viele Handwerkskammern, die sich an europäischen Austauschprogrammen wie etwa Leonardo Da Vinci beteiligen, setzen den Europass ein. Das hat vor allem 2 Gründe: zum einen lassen sich qualitativ hochwertige Auslandsaufenthalte mit dem Europass Berufsbildung gut bescheinigen. Zum anderen ist er aber auch ein geeignetes Instrument, um Jugendliche und Betriebe zu motivieren, sich an Austauschmaßnahmen zu beteiligen. Umgangreiche Informationen zum Thema sowie Downloafmöglichkeiten finden Sie unter
Du bist jung, machst gerade eine Handwerksausbildung und würdest gerne wissen, wie es deinen Kollegen in Europa geht? Dann kannst du mit einem Azubi-Austauschprogramm der Europäischen Union in die Nachbarstaaten.
Die steigenden Ansprüche der Wirtschaft und die zunehmende Mobilität junger Menschen führen dazu, dass immer mehr Azubis kurzfristig im Ausland arbeiten möchten. Die Europäische Union (EU) unterstützt diesen Wissens- und Erfahrungsaustausch, zum Beispiel mit den Austauschprogrammen Leonardo da Vinci.
Diese Programm richtet sich an Azubis einer beruflichen Erstausbildung. Es bietet einen Auslandsaufenthalt in einem europäischen Land, der zwischen drei Wochen und neun Monaten liegen kann.
Die Handwerkskammer Region Stuttgart schickt im Rahmen des Leonardo-Programms jedes Jahr eine Gruppe von etwa 20 Handwerkern der verschiedensten Berufe nach Italien, um dort neue Erfahrungen zu sammeln und ihre handwerklichen und sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern. Infos sowie Berichte von Teilnehmern findet ihr unter www.amici-del-leonardo.de
Das Förderprogramm „Sprungbrett ins Ausland“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wendet sich an alle, die für mindestens drei Wochen an einem Austausch innerhalb Europas teilnehmen möchten. Die Höhe des Zuschusses beträgt pauschal 350,- Euro. Der Azubi nimmt die Suche nach einem Praktikumsplatz selbst in die Hand, holt sich die Einverständniserklärung seines Arbeitgebers ein und organisiert An- sowie Abreise.
Weitere Infos
www.sprungbrett-ins-ausland.de
oder bei
InWent - Internationale Weiterbildung und Entwicklung GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 40
53113 Bonn
Tel.: 02 28/44 60-0
Fax.: 02 28/44 60-1766
SESAM öffnet jungen Handwerksgesellinnen und –gesellen die Tür nach Europa. Seit 2001 werden auch Aufenthalte in Estland, Lettland, Polen, der Slowakischen Republik und in Ungarn gefördert.
Hinter der Kurzformel SESAM (Stages EuropéenS en Alternance dans les Métiers) verbirgt sich ein europäisches Langzeit-Austauschprogramm für alle jungen Handwerkerinnen und Handwerker ab 18 Jahr mit abgeschlossener Gesellenprüfung.
Was gehört zum Programm?
Ein vorbereitender Sprachkurs, Arbeitsaufenthalt in einem ausländischen Betrieb und eine außerbetriebliche Weiterbildung. Gesamtdauer: 32 Wochen.
Wer kann teilnehmen?
Alle Handwerker mit abgeschlossener Gesellenprüfung.
Was wird bezuschusst?
Der vorbereitende Sprachkurs in Deutschland oder im Ausland. Außerdem die Reisekosten für die Hin- und Rückfahrt zwischen dem Wohnort in Deutschland und dem Praktikumsort im Ausland.
Wozu sollte man das machen?
Weil´s Spaß macht. Und eine Menge bringt: neue Erkenntnisse im eigenen Beruf zum Beispiel. Dazu Fremdsprachenkenntnisse, Mobilität, mehr Selbständigkeit und bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Wie meldet man sich an?
Über die für dich zuständige Handwerkskammer
Weitere Infos:
Stiftung SEQUA
Mozartstr. 4-10
53115 Bonn


Top News
Handwerk im WM-Fieber: Imagekampagne des deutschen Handwerks mehrfach ausgezeichnet
Das deutsche Handwerk steckt mitten im Fußball-WM-Fieber. Im Rahmen der aktuellen Imagekampagne haben die Verantwortlichen neue Plakat- und Anzeigenmotive entwickelt – passend zur derzeit laufenden Weltmeisterschaft. „Selbst bei einem 0:0 haben wir zwei Tore gemacht“, lautet der Slogan zu einem der Motive. Zu sehen sind darauf zwei Handwerker, die ein Fußballtor durch ein Stadion tragen. „Unser Team hat 5 Millionen Profis. Und alle kommen aus der eigenen Jugend“, so ein weiterer Werbespruch, der ebenfalls die aktuelle Fußballweltmeisterschaft aufgreift.
Für die Imagekampagne ist das deutsche Handwerk vom Art Directors Club für Deutschland (ADC) gleich mehrfach ausgezeichnet worden. Auf dem Jahrestreffen des ADC am 15. Mai in Frankfurt am Main erhielt die Kampagne zwei silberne und zwei bronzene ADC-Nägel. In den Kategorien Text sowie Musik und Sound wurde die auf fünf Jahre angelegte Kommunikationsoffensive mit Silber ausgezeichnet. In der Kategorie TV und Kino Einzelspot ergatterte „Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ außerdem den ADC-Nagel in Bronze. Damit zählt sie zu den zehn erfolgreichsten Kampagnen des diesjährigen Awards.
Energetika 2010: Jugendliche erforschen den Energiemix der Zukunft
Möchtest du zum Umweltschutz beitragen und die Energieversorgung eines Landes einmal selbst gestalten? Dann mach mit beim Online-Spiel Energetika 2010. Dabei stehen Jugendliche ab 14 Jahren vor der Herausforderung, die Stromversorgung in dem fiktiven Land Energetika bis zum Jahr 2050 sicherzustellen. Dafür gilt es, Kraftwerke zu bauen, Speicheranlagen zu planen und neue Technologien zu entwickeln. Doch nicht nur technisches Know-how, auch strategisches Geschick und nachhaltiges Denken sind gefragt, um die Bürger zufriedenzustellen, die Umwelt zu schonen und die wirtschaftliche Kraft des Landes zu erhalten.
Das Spiel ist unter www.energiespiel.de zu finden und in ein Online-Portal eingebettet, das Wissenswertes über technische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge der Energieversorgung bereitstellt. Außerdem können sich die Jugendlichen über die vielfältigen Berufsperspektiven, Ausbildungsmöglichkeiten und Forschungsaktivitäten in der Energiebranche informieren.
Video-Wettbewerb: Gebäudereiniger suchen Filme von Azubis
Ob es um einen Arbeitseinsatz in schwindelerregender Höhe, einen mutigen Kampf zwischen Mensch und Insekt oder um filigrane Tätigkeiten bei der Denkmalpflege geht – Azubis, die solche oder ähnliche Arbeitssituationen gefilmt haben, können ihre Beiträge noch bis zum 31. August 2010 an den Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) schicken. Unter dem Motto „Clean Up: Video Clip Casting“ sucht der Verband lustige, spannende und interessante Videos aus dem Gebäudereiniger-Alltag. Die besten Beiträge zeichnet der BIV mit Preisen im Gesamtwert von rund 1.300 Euro aus.
Kraftfahrzeug- mechatroniker und Friseurin sind die beliebtesten Jobs der baden-württembergischen Azubis! In Baden-Württemberg gibt es mehr als 100 anerkannte Ausbildungsberufe im Handwerk.
![]()
Die Ausbildungsberatung in deiner Nähe:
Hitliste Ausbildungsberufe im Handwerk

