Arbeiten und Studieren

ALLES IST MÖGLICH!


Okay, Studieren ist vielleicht für dich jetzt noch kein Thema.

Aber gut zu wissen, dass dir dieser Weg in einem Handwerksberuf trotzdem offen steht, nicht wahr?

Wer weiß, wie du in 10 Jahren als Meister darüber denkst. Vielleicht bist du so gut in deinem Job, dass du gar nicht mehr aufhören möchtest dazuzulernen und neue Wege auszuprobieren.

Die Ausbildungsberater deiner Kammer können dir genau erklären, welche Studienmöglichkeiten dir offenstehen.

Bachelor of Business Administration ohne Abitur möglich

Studieren auch ohne Abitur oder Fachhochschulreife?

Den Betriebswirten des Handwerks steht dieser Weg offen.

Die Kammern bieten das berufsbegleitende Studium zum Bachelor of Business Administration (BBA) in Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Hochschule und dem Management-Zentrum der Handwerkskammer Konstanz in Villingen an. Die Studenten erwerben damit einen international anerkannten Universitätsabschluss. 

Die inhaltlichen Schwerpunkte des BBA-Studiums sind Finanz- und Organisationsmanagement, Marketing sowie internationales und europäisches Recht. Die Elemente Präsenzseminare, Kolloquien und ein berufsbegleitender Teil mit Studienbriefen werden dabei effektiv verbunden. Im Mittelpunkt steht eine umfangreiche Studien- und Projektarbeit, die stark praxisorientiert ist. Ein Besuch der Steinbeis-Hochschule in Berlin und ein einwöchiger Auslandsaufenthalt in England vervollständigen das Studienprogramm.

Nähere Informationen zum Studiengang gibt es bei allen Handwerkskammern und beim Steinbeis-Transfer-Institut Management und Business in Kuppenheim, Tel. 07222 / 15888-0 oder per Fax 07222 / 15888-20.

Freier Hochschulzugang für Meister – auch ohne Abitur

Meisterinnen und Meister können ab sofort unabhängig von der Note ihrer Meisterprüfung und ohne gesonderte Eignungsprüfung ein Studium in einem Fach, das ihrer Ausbildung entspricht, aufnehmen. Das hat der baden-württembergische Landtag am 30. November 2005 beschlossen. Damit könnt ihr nach eurer Mechaniker-Meisterprüfung zum Beispiel problemlos ein Maschinenbau- oder BWL-Studium anfangen - auch ohne Abitur! Welcher Studiengang mit welcher Meisterausbildung gewählt werden kann, erfahrt ihr von den jeweiligen Hochschulen in Baden-Württemberg.

Wer neben seinem Studium weiterarbeiten möchte, kann auch ein Fernstudium belegen. Die private Fachhochschule Göttingen bietet zum Beispiel Meistern der Fachrichtungen Industrie (Metall), Elektroinstallateur und Elektrotechnik die Möglichkeit, den Abschluss zum Diplom-Betriebswirt (FH) zu machen. Das Studium von zu Hause aus dauert ca. 3 Jahre. Auch andere Hochschulen bieten dies an.

Und noch eine gute Nachricht: Studierende aus dem Handwerk schließen ihr Studium – auch aufgrund ihrer fachlichen Vorbildung –  überdurchschnittlich schnell und erfolgreich ab! Der Grund dafür liegt auf der Hand: Wer eine Berufsausbildung absolviert hat, weiß genau, was in der Praxis wirklich zählt.

Weitere Informationen:

www.studieren-in-bw.de

www.pfh-goettingen.de  

HANDWERKplus: Die ideale Ausbildung für Abiturient/-innen im Handwerk

Mit dem Abitur in der Tasche in drei Jahren Geselle und Betriebsassistent im Handwerk sein? Das geht! Mit der branchenübergreifenden Zusatzqualifikation HANDWERKplus stehst du auf zwei Beinen: Zum einen erlernst du den Handwerksberuf deiner Wahl von Grund auf. Zum anderen eignest du dir betriebswirtschaftliches Wissen an.

Wie funktioniert die Doppelqualifikation?

Der allgemeinbildende Unterricht in der Berufsschule fällt für dich als Abiturient/-in weg. Stattdessen nimmst du am Sonderunterricht „Management im Handwerk“ teil. Dort werden betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse vermittelt sowie Rechnungswesen, Buchführung, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Arbeits- und Vertragsrecht, Textverarbeitung, Branchensoftware und Marketingtechniken. Technisches Englisch und Wirtschaftsenglisch oder Technisches Französisch und Wirtschaftsfranzösisch runden deine maßgeschneiderte Qualifizierung ab. Außerdem findet Freitagnachmittags und 14-tätig Samstags Zusatzunterricht statt. Weil sich die zeitliche Belastung pro Woche erhöht, verkürzt sich deine Ausbildungszeit dafür um ein Jahr.

Aber Achtung:

In Zukunft hast du die Wahl: Entweder nimmst du eine einjährige Lehrzeitverkürzung in Anspruch und machst nach zwei Jahren deinen Gesellenbrief, oder du durchläufst die gesamte Ausbildungszeit in komprimierter Form. Dann schließt du mit der Doppelqualifikation Geselle und Betriebsassistent ab.

Prüfungen
Schon nach zwei Jahren erfolgt die Prüfung zum Betriebsassistenten des Handwerks, nach 2 ½ Jahren (bzw. nach drei Jahren bei 3 ½ -jähriger Ausbildungsdauer) dann die Gesellenprüfung. Als Betriebsassistent darfst du den Lehrgang „Betriebswirt (HWK)“ schon während der Gesellenzeit besuchen. Wenn sich im Anschluss an die Lehre und einer zweijährigen Gesellenzeit die Meisterprüfung anschließt, kannst du schon mit 25 Jahren über die begehrte Doppelqualifikation Meister/-in und Betriebswirt/-in des Handwerks verfügen. Der Betriebsassistent kann übrigens auf den Teil III der Meisterprüfung angerechnet werden.

Wann kann man mit der Ausbildung beginnen?

Das Ausbildungsmodell HANDWERKplus beginnt immer nach den Sommerferien mit Beginn des neuen Schuljahres.

Beschäftigungschancen

Im Handwerk fehlen Fachkräfte mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, die bei der Kostenkontrolle im Betrieb helfen. Außerdem braucht das Handwerk in den nächsten Jahren motivierte und leistungsbereite Jungunternehmer und Jungunternehmerinnen. Das ist deine Chance! Nutze und gestalte deine Karriere mit Lehre.

Weitere Auskünfte erhältst du über die Handwerkskammer in deiner Region.

Diplom-Gestalter/-in (HWK)

Bist du eher der kreative Typ? Willst du gestalten, individuell und originell arbeiten und dich mit Design und Kreativität beschäftigen? Dann absolvierst du am besten die Akademie für Gestaltung im Handwerk. In einem in Baden-Württemberg einmaligen Werkstudiengang kannst du lernen, wie wichtig das Wissen über Form, Farbe und Designprozess für den beruflichen und persönlichen Alltag ist.

Voraussetzung: Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf.

Die große Bandbreite der Berufe, aus denen WerkstudentInnen kommen und das Zusammentreffen von Leuten aus ganz Süddeutschland tragen nicht nur zu einer teamorientierten Lernatmosphäre bei. Es bewirkt auch zusätzlich, dass mit Sicherheit ein nachhaltiger Lerneffekt erzielt wird: Wissensaustausch, Umgang und Kombination von neuen Materialien oder das Entdecken von Möglichkeiten, die den WerkstudentInnen im üblichen Berufsalltag nie in den Sinn gekommen wären. Immerhin sind fast 70% der Berufe gestaltungsnah, gestaltungsbezogen oder sogar gestaltungsabhängig.

Jeder kann individuell seine eigene Kreativität durch ein breitgefächertes Kursangebot, vom Aktzeichnen über Fotografie bis hin zum dreidimensionalen Gestalten, steigern. Außerdem bekommen WerkstudentInnen ein fundiertes Marketing-Wissen mit auf den Weg.

Denn „schöne“ Dinge herzustellen allein reicht nicht, man muss sie auch zu verkaufen wissen.

Weitere Infos:

Akademie für Gestaltung im Handwerk

Handwerkskammer Ulm
Olgastr. 72
89073 Ulm
Tel.: 0731 / 1425-312
Fax: 0731 / 1425-530
Mail: a.retsch-albicker(at)hk-ulm.de

FH-Studiumplus: Eine Ausbildung – zwei Abschlüsse

Du willst zuerst eine solide und praxisnahe handwerkliche Ausbildung im gewerblich-technischen Bereich absolvieren und dann mit einem Ingenieurstudium den nächsten Karriereschritt einleiten? Dann hast du jetzt eine interessante Alternative gefunden: Die Verbindung von Lehre und Studium! Durch das FH-Studiumplus hast du als Abiturient/-in oder Absolvent mit Fachhochschulreife die Möglichkeit, parallel zum Studium eine Berufsausbildung in einem Handwerksberuf abzuschließen.
Die praktische Ausbildung mit Vorpraktikum, Erstem und Zweitem Praxissemester absolvierst du im ausgewählten Betrieb. Mit Beginn des ersten theoretischen Semesters immatrikulierst du dich an der Fachhochschule. Schon bei Beginn der Praxisausbildung (die mindestens 360 Tage umfassen muss) hast du aber deinen Studienplatz sicher. Dafür entfällt die Berufsschulpflicht. Als Student musst du dann für das erste und zweite Praxissemester einen Praktikumsbericht anfertigen und die vor- und nachbereitenden Veranstaltungen an der FH besuchen.

Für deinen Urlaub oder deine Vergütung steht der Praktikantenvertrag durch die Handwerkskammer gerade.

Finanzierung des Studiums

Deine Zuwendung im FH-Studiumplus entspricht der Ausbildungsvergütung im zweiten und dritten Lehrjahr. Diese Vergütung kannst du dir während der Praktikumsphase auszahlen lassen oder anteilmäßig auf die Studien- und Praktikantenzeit strecken.

Noch mal alle Vorteile auf einen Blick

  • Der Praxisbezug ist wegen der engen Kooperation mit den Unternehmen enorm hoch.
  • Deine Beschäftigungschancen steigen mit einer Doppelqualifikation.
  • Der Weg in die Selbstständigkeit ist frei, weil alle Bedingungen für den Eintrag in die Handwerksrolle erfüllt sind.
  • Du bist wegen der Finanzierungsmöglichkeiten weder von Eltern noch von BaföG abhängig.

Bist du interessiert? Dann melde dich bei deiner Handwerkskammer!

Erwerb der Fachhochschulreife: Vom Gesellen zum Studenten

Das Handwerk kann dir den Weg fürs Studium ebnen. Wie das geht, zeigen dir die folgenden Optionen:

Berufsoberschule: Technische Oberschule

Wenn du einen mittleren Bildungsabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung hast, kannst du an der technischen Oberschule die fachgebundene Hochschulreife erwerben. Dort werden vertiefende allgemeinbildende und fachrichtungsbezogene Kenntnisse vermittelt. Und wenn du zusätzlich noch eine zweite Fremdsprache mit Erfolg belegst, dann kannst du sogar die allgemeine Hochschulreife erlangen. Das hat den Vorteil, dass du ohne jegliche Fächerbindung an einer Universität studieren kannst.
Fachschul-Bildungsgänge
Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Berufserfahrung kannst du die Fachschule besuchen. Hier gibt es z.B. folgende Abschlüsse: Meister, staatlich geprüfter Techniker, Fachwirt und viele mehr. Und an den meisten Fachschulen besteht die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erlangen.

Berufskolleg

1-jähriges Berufskolleg mit bundesweiter Anerkennung: Aufnahmevoraussetzung: Realschulabschluss, Fachschulreife, Versetzung nach Klasse 11 des Gymnasiums oder ein gleichwertiger Bildungsstand und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Das einjährige Berufskolleg wird in Teilzeit oder Vollzeit angeboten.

2-jähriges Berufskolleg (auch in der Variante 2 x 1 Jahr):
Wird in verschiedenen Fachrichtungen angeboten und führt nach dem mittleren Bildungsabschluss direkt zur Fachhochschulreife.

Dreijähriges Berufskolleg KFZ-Technik, Bautechnik, Farbe, Elektrotechnik und Metall:
Gewerblich-technisches Berufskolleg mit Ausbildungsbetrieb

Für den Besuch dieses Berufskollegs benötigst du einen mittleren Bildungsabschluss, sowie einen Lehrvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb, der bei der Handwerkskammer eingetragen sein muss. Diese Schulform vermittelt vertiefende Kenntnisse und Fertigkeiten des Ausbildungsberufes und eine Erweiterung der Allgemeinbildung.

Meisterprüfung
Nach einer abgeschlossenen Lehre und einer mindestens zweijährigen Berufstätigkeit kannst du dich zur Meisterprüfung anmelden. Mit dem Meistertitel hat man in Baden-Württemberg auch den Fachhochschulzugang erlangt, nachdem man die studiengangsbezogene Eignungsprüfung an der Fachhochschule bestanden hat.

Berufsakademie Stuttgart: Studiengang Handwerk

In drei Jahren qualifizieren sich Abiturienten mit diesem Studiengang zur Führungskraft. Auf das handwerkliche Können, dass in deinem Unternehmen vermittelt und erlernt wird, sattelst du noch betriebswirtschaftliches Wissen oben drauf. Beides wird miteinander verflochten, wodurch Theorie und Praxis miteinander verschmolzen werden. Somit bist du für Führungsaufgaben in einem Betrieb, als Betriebsnachfolger oder Existenzgründer optimal qualifiziert. Neben bei erhälst du noch eine Vergütung durch das Unternehmen und verdienst damit auch schon deine ersten Brötchen.

Mehr unter: http://www.ba-stuttgart.de/

Das duale Bachelor-Studium an der Berufsakademie Hamburg

In vielen Tätigkeitsfeldern sind neben handwerklichem Know-how zunehmend auch betriebswirtschaftliche Kompetenzen gefragt. Praxis und Theorie bietet deshalb der Studiengang „Betriebswirtschaftslehre KMU“ an der Berufsakademie Hamburg. Das vierjährige Studium verbindet Berufsakademie und Berufsschule mit einer handwerklichen Ausbildung.

Durch die Doppelqualifikation des Betriebswirtschaftsstudiums und dem gleichzeitigen Abschluss einer handwerklichen Ausbildung sind Bewerber frühzeitig und optimal auf die spätere Übernahme von Führungsaufgaben als Team- oder Projektleiter, als Kundenbetreuer, Controller oder als Assistent der Geschäftsführung vorbereitet. Außerdem ist in dem Studiengang die Vorbereitung auf zwei von vier Teilen der Meisterprüfung integriert. So ist mit dem Abschluss des Studiums bereits ein großer Schritt zum Meister gemacht. Der akademische Abschluss „Bachelor of Arts“ ist international anerkannt und ermöglicht die Aufnahme eines Masterstudiengangs an einer Universität oder Fachhochschule.

Der Studiengang „Betriebswirtschaft KMU“ umfasst Module wie Unternehmensführung, Prozessorganisation, Kommunikation, Personalentwicklung, Bereitstellung technischer Infrastruktur, Qualitätsmanagement und Controlling, Marketing und Auftragsbeschaffung, Materialmanagement und Auftragsabwicklung, Auftragsabrechnung, Rechnungswesen und Steuern. In kleinen Gruppen wird das praxisorientierte Studium mit optimaler Unterstützung durch erfahrene Dozenten durchgeführt.

Zulassungsvoraussetzung für ein Studium an der Berufsakademie Hamburg sind die allgemeine Hochschulreife oder das Fachabitur und ein Ausbildungsplatz für den gewünschten Beruf. Unterstützung bei der Ausbildungsplatzsuche können Bewerber bei der Berufsakademie erhalten. Das Studium beginnt jeweils am 1. Oktober.  

Weitere Informationen: unter www.ba-hamburg.de

Kontakt:

Berufsakademie Hamburg
Holstenwall 12
20355 Hamburg
Tel.: 040 / 3 59 05-560
E-Mail: Info(at)ba-hamburg.de