
Ohne das Handwerk wäre die Welt nicht das, was sie heute ist: Morgens gäbe es keine frischen Brötchen und am Ende des Tages kein Feierabendbier. Ohne die von Handwerkern gewarteten Autos und Straßen, Züge und Gleise, Rolltreppen und Fahrstühle wären wir alle reichlich unflexibel. Und ohne von Handwerkern gebaute Häuser würden wir vermutlich in selbst gegrabenen Wohnhöhlen leben, denn andere Behausungen wären mit bloßen Händen schwer zu produzieren. Heute sind bundesweit rund fünf Millionen Menschen im Handwerk tätig und setzen jedes Jahr mehr als fünf Milliarden Euro um.
Um die Bedeutung von Handwerksberufen vermehrt in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, haben die deutschen Handwerkskammern am 16. Januar 2010 bundesweit eine groß angelegte Imagekampagne für den gesamten Wirtschaftszweig gestartet. In Fernseh- und Kinowerbespots, in Tageszeitungen, im Internet, auf Plakaten und bei Veranstaltungen soll die Vielfalt und Bedeutung der handwerklichen Berufe für unser Alltagsleben dargestellt werden. Ziel der auf fünf Jahre angelegten Kommunikationsoffensive ist es, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks zu verdeutlichen und Jugendliche für eine Ausbildung in diesem Bereich zu begeistern. Der Slogan „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ soll dabei die Größe, Innovationskraft, Vielfalt und Lebensnähe des Handwerks verdeutlichen.
Der Fernseh- und Kinowerbespot beschreibt mit eindrucksvollen Bildern die Bedeutung des Handwerks für unsere Gesellschaft. Darin löst sich nach und nach all das auf, was vom Handwerk geschaffen wurde – von Häusern über Straßen und Brücken bis hin zur Kleidung. Damit soll gezeigt werden, dass unsere moderne Zivilisation nicht ohne die Leistungen des Handwerks denkbar ist.
Ausgangspunkt der Kampagne war eine Forsa-Studie, die ergeben hatte, dass die Bevölkerung mit dem Begriff Handwerk nur einzelne Berufe wie Tischler oder Maurer assoziiert. „Viele haben ein völlig veraltetes Bild im Kopf und wissen nicht, dass das Handwerk unter seinem Dach mehr als 140 Ausbildungsberufe vereint“, so Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle. „Gleichzeitig ist vor allem jungen Menschen nicht bekannt, welchen Stellenwert Technik und Innovation im Handwerk haben. Mit der Imagekampagne möchten wir dieses Bild nun korrigieren.“ Weitere Informationen: www.handwerk.de


