Handfeste Zukunftschancen: Als Abiturient ins Handwerk

Immer mehr Abiturienten entscheiden sich ganz bewusst gegen ein Studium und für eine handwerkliche Ausbildung. So auch Katharina Wenzel, die seit zwei Jahren eine Lehre als Zahntechnikerin in Berlin-Buckow macht. In der Edelmetall- und Keramikabteilung des Ausbildungsbetriebs kann sie ihrer handwerklichen und künstlerischen Ader nachgehen: Sie modelliert mit einem Wachsmesser, arbeitet mit Keramikpinseln oder verblendet Kronen – dabei ist Präzision oberstes Gebot, schließlich kommt es auf den Zehntel Millimeter an, damit der Patient später wieder kräftig zubeißen kann. Bevor die 24-Jährige sich für die Lehre entschied, studierte sie zwei Semester lang Chemie. „Das war mir aber zu trocken, zu theoretisch“, sagt sie.

 

Wie ihr geht es vielen Abiturienten: Noch nie lag der Anteil der Abiturienten bei den neuen Auszubildenden im Handwerk so hoch wie im Jahr 2010. Ein beliebter Beruf ist der Hörgeräteakustiker, aber auch Augenoptiker, Bootsbauer und Maßschneider verzeichnen großen Zulauf. Gründe für die Wahl einer Ausbildung sind neben der praktischen und spannenden Arbeit auch die guten Zukunftsaussichten und ausgezeichneten Karrierechancen. Die Berufsaussichten für die ehemaligen Gymnasiasten im Handwerk werden sich aller Voraussicht nach sogar weiter verbessern. In diesem Wirtschaftszweig nimmt der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften und Spezialisten kontinuierlich zu, weil Handwerker heutzutage eine Vielfalt innovativer Techniken, neuartiger Materialien und modernste Computertechnik nutzen.

 

Mehr Informationen zu den vielfältigen Berufen im Handwerk finden sich in den Berufsbeschreibungen auf dieser Website oder unter www.handwerk.de.

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