„Ohne Mathe geht es nicht“: Achtklässler informierten sich in der Bildungsakademie Tübingen über Handwerksberufe

50 Schülerinnen und Schüler der Freien Evangelischen Schule Reutlingen und der St.-Wolfgang-Schule Reutlingen haben sich im Juni in der Bildungsakademie Tübingen über Handwerksberufe informiert. Dabei erfuhren sie, welche Fähigkeiten in unterschiedlichen Berufen gefragt sind und was Betriebe von ihren Bewerbern erwarten.

 

Bei ihrer Besuchstour im Friseursalon erklärte Friseurmeisterin Maria Kandili-Bierbaum den Schülern, worauf es in ihrem Beruf ankommt: „Kreativität und Sinn für Schönheit sind wichtig, Mathematik und Chemie sind es genauso.“ Schließlich müssten beim Haarefärben mehrere Bestandteile in das richtige Mischungsverhältnis gebracht werden, um den gewünschten Farbton zu erzielen. Eine Aussage, die so manchen Jugendlichen mit Blick auf die eigene Mathematiknote ins Grübeln brachte.

 

Auch Kraftfahrzeugmeister Norbert Krauß griff das unbeliebte Thema auf: „Mathe ist für Kraftfahrzeugmechatroniker Pflicht.“ Die Arbeit mit Messinstrumenten und Formeln gehöre heute zum Berufsalltag. Allerdings sollten Hauptschüler sich davon auf keinen Fall abschrecken lassen, auch wenn sie „vielleicht etwas mehr tun müssen“.

 

Stefan Maier, Leiter der Bildungsakademie Tübingen, will die Jugendlichen ermutigen, selbst aktiv zu werden und sich für einen Beruf zu entscheiden, der zu ihnen passt. „Werkstattbesuche wie diese sollen Einblicke in verschiedene Handwerksberufe geben und die Jugendlichen natürlich auch dazu anregen, ein Schnupperpraktikum zu machen.“ Allerdings sollte man auch die Schulnoten im Blick behalten, riet Maier: „Die Noten in Deutsch, Mathematik und die beiden Kopfnoten schauen sich Chefs ganz sicher an.“

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