
Immer mehr Menschen nutzen die Angebote von Facebook, SchülerVZ, Xing und anderen sozialen Netzwerken, um Kontakte zu knüpfen, mit Freunden zu kommunizieren und sich zu informieren. Doch das Online-Netzwerken birgt auch Gefahren – vor allem in Sachen Datenschutz. Die folgende Checkliste des Instituts für Internet-Sicherheit if(is) der Fachhochschule Gelsenkirchen zeigt dir, worauf du bei der Nutzung von Social Networks achten solltest.
1. Gehe sorgsam mit deinen persönlichen Informationen um!
Die Veröffentlichung von privaten Informationen zur eigenen Person ist das Kernstück jedes sozialen Netzwerks. Wer persönliche Informationen ins Netz stellt, muss allerdings auch damit rechnen, dass sie von anderen gefunden werden können. So suchen auch immer mehr Arbeitgeber und Vermieter gezielt nach Informationen im Internet. Im schlimmsten Fall können deine Daten missbraucht werden, beispielsweise zum Identitätsdiebstahl. Sei daher nicht zu offenherzig und bedenke: Das Internet vergisst nichts! Hast du erst einmal sensible Informationen über das Internet verbreitet, können diese auch Jahre später noch an anderer Stelle auftauchen. Deshalb überlege dir genau, welche Angaben wirklich relevant sind und ob jemand diese zu deinem Nachteil ausnutzen könnte.
2. Vorsicht beim Hochladen von Inhalten!
Daten wie Texte, Bilder, Musik oder Videos darfst du nur hochladen, wenn du die Rechte dafür besitzt oder die Inhalte selbst erstellt hast. Fotos, Videos usw., auf denen Dritte wie Freunde, Kollegen oder Nachbarn gezeigt werden, dürfen nur mit vorheriger Zustimmung der entsprechenden Personen verwendet werden. Auch personenbezogene Daten von anderen Nutzern (E-Mail und weitere Adressen, Geburtsdatum usw.) dürfen nur mit der entsprechenden Zustimmung hochgeladen und weitergegeben werden.
3. Schütze deine Privatsphäre!
Welche Informationen auf deiner Profilseite für wen sichtbar sind, kannst du in vielen sozialen Netzwerken in den persönlichen Datenschutzeinstellungen festlegen. Am besten ist es, wenn du nur guten Bekannten den kompletten Überblick über dein Profil gewährst und so kommerzielle Datensammler ausschließt.
4. Wähle ein sicheres Passwort!
Passwörter wie „12345“ sind leicht zu merken, aber auch leicht zu knacken! Ein sicheres Passwort ist mindestens zehn Zeichen lang, besteht aus Groß- und Kleinbuchstaben in Kombination mit Zahlen und Sonderzeichen und ist auf den ersten Blick sinnlos zusammengesetzt. Ein sicheres Passwort ist zum Beispiel „g1Kq2&w?9!“. Für jedes soziale Netzwerk solltest du ein anderes Passwort verwenden und dieses regelmäßig wechseln.
5. Halte deine Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand!
Das Betriebssystem deines Computers sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Außerdem solltest du dein Virenschutzprogramm und deine Firewall regelmäßig aktualisieren, um dich vor Phishing-Betrügern und dem Download von Schadprogrammen zu schützen.
6. Sei vorsichtig bei Freundschaftsangeboten von Unbekannten!
Das Vortäuschen einer falschen Identität ist im Internet ein Leichtes. Hier braucht dir dein Gegenüber nicht in die Augen zu schauen. Lehne daher Freundschaftsangebote von nett erscheinenden, dir aber unbekannten Personen im Zweifelsfall lieber ab. Besser ist es, nur Angebote von Menschen anzunehmen, die du auch außerhalb der virtuellen Welt kennst. So behältst du die Kontrolle darüber, wer dein Profil sehen und Kontakt zu dir aufnehmen darf.
Weitere Informationen zum Thema Sicherheit in sozialen Netzwerken sind im Internet und auf der Website des Instituts für Internet-Sicherheit zu finden.


